Die alten Traditionen sollen wenn möglich weiter gelebt werden. Das ist die Idee hinter der Lorenz Dietsche steht.
Zusammen mit seinen Turnkameraden vom KTV Kriessern ging er auf einem Maisfeld von Hannes Dietsche „töldera“. Die dabei abgeerneten Ribelmais-Kolben sollten dann bei einem traditionellen «Hülschet-Abend» weiterverarbeitet werden.
Der Einladung zum gemeinsamen Hülschet sind viele Männerriegler gefolgt. Nach genauer Anleitung, 3 Blätter pro Kolben müssen stehen gelassen werden, damit ein problemloses Zusammenbinden der Kolben möglich ist, wurde «fachmännisch» gehülscht.
Anschliessend wurden die Kolbenbündel dann fachgerecht zum Trocken unter das Dach der Werkstatt getragen und „ufghänkt“. Gesellig war der Abend und die Arbeiter wurden mit Bier und einer Wurst entschädigt. Das gemütliche Beisammensein und das Gefühl, etwas Besonderes gemacht zu haben, war sicherlich für alle der grössere Lohn.
Lorenz Dietsche wird die getrockneten Maiskolben in die Mühle bringen, damit es dann einen feinen „Ribelmais“ gibt. Diesen wird er dann wie bereits vor einigen Jahren seinen Männerriegler-Kollegen an der Hauptversammlung als Dankeschön übergeben.
Schön, wenn solche Tradition nicht aussterben. Eben solch besondere Aktionen zeigen einmal mehr: «I bea gern z’Kriessera dahom!»
0 Kommentare